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Martin Kreim - Einblicke
Absolvent der HGB Martin Kreim stellt den Raum in den Mittelpunkt seiner künstlerischen Arbeit und beschäftigt sich seit Abschluss seines Kunststudiums mit dem Thema Stadt in verschiedenen Facetten. Aus weiter Distanz stellte er zuerst Stadtteile, Straßenzüge, Hochhäuser und Fassaden dar, später private Interieurs, aber vor allem öffentliche Räume wie Läden, Hallen, Einkaufszentren und Büros. Ein häufiges Thema sind Einblicke, die Intimität versprechen, aber gleichzeitig wieder zurückgenommen werden durch eine bewusst eingesetzte optische Distanz: Glaswände, Reflexionen und Spiegelungen, verwehren dem Betrachter eine zu genaue Sicht auf die Bewohner.
Martin Kreim malt „tatsächliche Räume“ und verfolgt die Fokussierung in Richtung Mensch. Es ist Kreims Interesse an seiner unmittelbarer Umgebung die er ins Visier nimmt.
Kreims Bilder sind Kombinationen aus Finden und Erfinden: Beobachtungen vor Ort, Intuition und Konstruktion verbinden sich zu einer Einheit. Durch gezielte Vereinfachung im Bild schafft er oft monochrome abstrahierende Flächen, als Kontrapunkt dazu agieren im Bild realistisch gemalte Figuren und Gegenstände. Linien und Flächen korrespondieren auf grafisch reizvolle Weise miteinander und zeigen die Realität in einem sich auflösenden Raum.
Josef Vencl |
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